Ursachen für Kirchenaustritte

Kreuz im Schein des Lichts

Kirchenaustritte

Warum treten so viele Menschen aus der Kirche aus?

Die Zahl der Kirchenaustritte ist nun bereits seit langer Zeit sehr hoch. Die genauen Gründe dafür lassen sich schwer herausarbeiten, in erster Linie ist aber die immer größere Entfremdung zwischen den Kirchen und den Gläubigen ein entscheidender Faktor. Die Strukturen sind ganz besonders in der katholischen Kirche ein wenig starr und können mit dem gesellschaftlichen Fortschritt nicht immer komplett Schritt halten.

Sehr relevant ist diesbezüglich die Gleichstellung der Homosexuellen. Die Kirchen tun sich leider immer noch damit schwer, auch Schwulen und Lesben eine kirchliche Trauung zu ermöglichen und arbeiten leider oft auch noch gegen eine Gleichstellung der Homo-Ehe an. So verständlich ein Festhalten an Traditionen ist, in diesem Fall geht es um elementare Rechte von Menschen. Das hat Vorrang vor jeder Tradition. Ganz besonders, da es hier um eine Angelegenheit der Liebe geht. Und ist die Liebe nicht die primäre Botschaft der Bibel? In meinen Augen ist es zutiefst unchristlich, Menschen auf dem Weg zu einem gemeinsamen Leben in Liebe Steine in den Weg zu legen.

Was auch zu vielen Austritten führt, sind Dinge wie der Skandal um den Bischof von Limburg. Wer sich von den Abgaben seiner Mitgläubigen derartigen Prunk und Protz leistet, macht keine gute Werbung für die Kirche. Dass es derart lange dauerte, bis die Sache wirklich in allen Details an die Öffentlichkeit kam, legt noch dazu den Verdacht nahe, dass Franz-Peter Tebartz-van Elst den Karren nicht alleine vor die Wand gefahren hat. Die Kirchenverwaltungen des Landes müssen sich Limburg als mahnendes Beispiel vor Augen halten und vor allen Dingen an ihrer Transparenz arbeiten.
Denn in vielen Fällen legen die Bistümer ihre Bücher leider nach wie vor nicht offen. Von einer gemeinnützigen Organisation würde ich aber genau das erwarten.

Leider auch ein wichtiger Grund für die vielen Kirchenaustritte ist die zunehmende Abkehr von Gott. Es schmerzt mich wirklich zu sehen, wie alteingesessene Christen resignieren und ihren Glauben niederlegen. Der pure Materialismus unserer heutigen Zeit lässt uns wichtige Werte vergessen oder geringschätzen. Und gerade in dieser Zeit, in der wir auf geistige Führung mehr denn je angewiesen sind, verlieren viele Menschen ihren Glauben.
In gewissem Maße ist dies der Rückständigkeit der Kirchen anzurechnen. Denn diese zementieren mit ihrem reaktionären Weltbild die Meinung, dass Religion etwas Altmodisches ist. Individueller Spiritualismus und Atheismus sind der aktuelle Trend, die gemeinsame spirituelle Erfahrung wird nicht mehr wertgeschätzt. Ob es sich hierbei um einen Trend handelt, der irgendwann wieder abklingt, lässt sich im Moment noch nicht abschließend sagen. Ich hoffe sehr, dass das so ist.
Wenn aber nicht auch die Kirchen mitspielen und das Image des Christentums wieder zeitgemäß updaten, wird es ein enorm schwieriges Unterfangen, diese Entwicklung rückgängig zu machen. Hoffen wir das Beste.

4 Kommentare

  1. Ein Großteil der Christen ist gegen das Selbstbestimmungsrecht, durch die Kleinkindtaufe, Kirchenmitglied geworden. Früher wurden die Menschen noch dazu von klein auf indoktriniert, man denke an die Schulgottesdienste und den Religionsunterricht.

    Heutzutage ist bei uns die religiöse Indoktrination von klein auf nicht mehr möglich, als Kleinkinder getaufte Kirchenmitglieder können in der Regel nicht mehr dauerhaft gebunden werden. Es gehen nur noch unter 3,4% der ev. Christen und ungefähr 10% der katholischen Christen am Sonntag in die Kirche. Der überwiegende Rest sind Karteileichen.

    Die MINT-Fächer in der Schule lassen keinen Raum für religiöse Indoktrination. Religionen können sich als Massenphänomen nur in naturwissenschaftlich ungebildeten Gesellschaften halten.

    Joachim Datko – Physiker, Philosoph
    Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft
    http://www.monopole.de

  2. Den Begriff Kirche verbinde ich nicht mit den klassischen Landeskirchen. Es ist die Gemeinschaft von Menschen, die an Gott glauben und diesen Glauben in ihrem Leben umsetzen. Diese Kirche gibt es nach wie vor und sie wächst und wird verfolgt weltweit. Dass die Landeskirchen in Deutschland da nicht mehr so viel mit zu tun haben, liegt an einer thematischen Verzettelung, einer Ächtung von Religion durch die Presse, der völlig abgehobenen Meinung, dass Naturwissenschaft keinen Raum mehr für Glauben zulässt. Der Verlust an Werten wie Familie, treuer Lebensbeziehung und Verantwortung zugunsten eines kurzfristigen materiellen Wohlstandes wird diese Gesellschaft zunehmend als lebensunfähig und nicht mehr lebenswert werden lassen. Der Werteverlust wird den Egoismus der Menschen verstärken, wobei die Menschen nur in Gemeinschaft überleben können.
    Ich freue mich da an den Prallelgesellschaften, die in den freikirchlichen Gemeinden entstehen. Sicherlich nicht fehlerfrei halten sie an ihrem Glauben an Gott fest, werden Glaube Liebe und Hoffnung zu Fundamenten der Lebensführung und bleiben auch die zentralen Themen in den Predigten und Diskussionen.

    • Wichtig ist das Wort Gottes verstehen und leben lernen.Ein Christ werden zu wollen genügt nicht man muss das Herz fürunserem Herrn haben damit er in uns Wirken kann.Die Entscheidung .Mit Gott
      Muss wohl überlegt sein,weil es liebe und Leid bedeutet aber wenn man ihn zulässt und sich verändern lässt dich sein Wort erkennt man das wir ohne lhn nicht bestehen können er hat uns ja erschaffen.

  3. Entweder wird man aus den eigenen Reihen als Fundamentalist oder Evangelikaler oder … betitelt, beschimpft, …
    wenn ich mich eindeutig zu Jesus Christus bekenne, zu seinem Wort. Allein Jesus … allein sein Wort … ich fühle mich mit allen wiedergeborenen Christen und Christinnen verbunden, die sich zu Ihm bekennen, egal welcher Religion.
    Dazu brauche ich weder die Institution Kirche noch einen Pfarrer oder Kirchenfürsten.

    Ich werde aus der Kirche austreten, weil Sie mir fremd geworden ist, sie stellt sich mit dieser Welt gleich, sie geht Allianzen ein mit fremden Göttern… sie lässt einen Iman in einer Kirche predigen… sie bestätigt, dass der Islam zu Deutschland gehört… sie beruft eine Frau Käßmann zur Botschafterin für das Lutherjahr… eine Frau die erzählt, das die Wahrheit nicht die Wahrheit ist… die die so hart erkämpfte Reformation durch Martin Luther at absurdum führt… mit Füßen tritt… In unseren Kirchen finden wir Gott nicht und mittlerweile nimmt es leider auch extrem zu, dass die Freikirchlichen Gemeinschaften sich immer mehr vom Wort Gottes abwenden… die Evangelische Allianz… die ganze Ökumene ein Lügengebilde ist entstanden… Sie wollen ein falsche Einheit!

    Wir sind teuer durch Jesu Tod erkauft und sollen uns nicht zu Knechten der Menschen machen (1.Kor.7.23)

    … so gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind, und wir durch ihn. (1.Kor.8, 6)

    Und Themen wie Homosexualität, Lebensgemeinschaften… Gott ist ein liebender, barmherziger Gott und ER kennt jede/n von uns. Und ER allein weiß um unsere Gefühle, um das was wir sind, warum wir uns so oder so entwickelt haben, er verachtet niemanden von uns…

    Das muss jede/r Mensch mit sich und vor Gott persönlich klären. Und überhaupt, was hat uns die Sexualität unserer Mitmenschen anzugehen!!! Haben wir tatsächlich keine anderen Probleme.

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